Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016

Wir wissen alle, in welch grossem Maße die Landespolitik Einfluss auf die Gestaltung der Zukunft der Hochschulmedizin und unsere Arbeit hat. Allein dies sollte Anlass genug sein, sich selbst eine Meinung zu bilden, wem man seine Stimme leihen möchte. Wir haben die Möglichkeit dazu, beim Wahlforum der Gewerkschaften.

Einladung als PDF Datei

DGB Sachsen Anhalt Einladung Forum 20160202.pdf s


 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Montag (11.1.) wurde die RTL-Sendung "Team Wallraff: Profit statt Gesundheit - wenn Krankenhäuser für Patienten gefährlich werden" ausgestrahlt. Die Sendung ist noch für ein paar Tage kostenfrei abrufbar in der RTL-Mediathek http://www.nowtv.de/rtl/team-wallraff-reporter-undercover/list/aktuell/team-wallraff-undercover-2016-folge-001/player Einzelne Videos finden sich auch hier: http://www.rtl.de/cms/team-wallraff-profit-statt-gesundheit-wenn-krankenhaeuser-fuer-patienten-gefaehrlich-werden-2635472.html 

Helios, deren Kliniken HSK Wiesbaden und Berlin-Buch in der Sendung kritisiert
wurden, hat sich zu den Vorwürfen geäußert. Einige Missstände habe man inzwischen behoben, andere gäbe es gar nicht. Man befinde sich in einem "massiven Veränderungsprozess, der auch zu Verunsicherung führt". Aus der Fernsehsendung zieht der Geschäftsführer der HSK den Schluss, "dass es uns nicht gelungen ist, jeden Mitarbeiter mitzunehmen.“ http://www.helios-kliniken.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/archiv/2016/januar/artikel/update-kommentar-zur-rtl-sendung-team-wallraff-reporter-undercover.html 

Die Beschäftigten hingegen fordern: "Profitgier auf Kosten der Versorgung der Patienten und auf dem Rücken der Beschäftigten muss endlich aufhören!" Unter folgendem Link und als Text in dieser Mail findet ihr eine sehr lesenswerte Pressemitteilung der Vertrauensleute der Dr. Host-Schmidt-Kliniken (HSK) in Wiesbaden, in der die Missstände eingeordnet werden und das Problem klar benannt wird: Es fehlt Personal. https://hessen.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++d6af5a90-ba06-11e5-aa8d-525400ed87ba 

Eine Einschätzung von Sylvia Bühler zur Sendung und Hintergrundinformationen zur Personalnot in Krankenhäusern und der Forderung nach einer gesetzlichen Personalbemessung gibt es hier: http://gesundheit-soziales.verdi.de/ueber-uns/nachrichten/++co++4f66d918-b949-11e5-9881-525400438ccf 

Viele Grüße,


Astrid Sauermann

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Dr. Astrid Sauermann

ver.di Bundesverwaltung

Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste,

Wohlfahrt und Kirchen

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

Vertrauensleute Horst-Schmidt-Kliniken zu TV-Bericht

13.01.2016

Pressemitteilung der Vertrauensleute der Dr.Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden:

Wallraff – Report über die Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH - ZNA ist nur die Spitze des Eisbergs

Zu dem Fernsehbericht über die Zustände in den Dr. Horst-Schmidt-Kliniken, der am Montag in der RTL-Sendung „Team Wallraff“ ausgestrahlt wurde, nehmen die Vertrauensleute der Gewerkschaft ver.di und die zuständige Gewerkschaftssekretärin Saskia Jensch Stellung:

„Mehrarbeit und Überstunden, Arbeitszeitverstöße und das Einspringen aus dem geplanten Frei gehörten bereits vor der Übernahme der Dr. Horst Schmidt Kliniken durch den Helioskonzern zur Tagesordnung. Trotzdem forderte Helios weiteren Personalabbau sowohl in der Pflege als auch in den Service-, Logistik- und Versorgungsbereichen, die der Pflege zuarbeiten. Gleichzeitig blieb die von der Regionalleiterin Glenz angekündigte „Prozessoptimierung“ aus. Nachdem die Abfindungen gemäß Sozialfonds für die Pflege ausgesetzt wurden, folgte eine Welle von Eigenkündigungen seitens der Pflegekräfte aufgrund der gestiegenen Arbeitsintensität und der zunehmenden psychischen und auch physischen Belastung.

Die im Report festgestellten Hygienemängel beruhen vor allem auf deutlich verschlechterten Arbeitsbedingungen im Reinigungsbereich (Verdopplung der zu reinigenden Fläche). Während die zum Teil jahrzehntelang Beschäftigten unter Androhung betriebsbedingter Kündigungen von ihren Arbeitsplätzen verdrängt werden, sind die MitarbeiterInnen der zu diesem Zweck gegründeten tariflosen Tochtergesellschaften des Helioskonzerns gezwungen, die gleiche Leistung billiger zu erbringen.

Laut BILD-Zeitung macht der amtierende Oberbürgermeister Gerich nun „das Aufräumen der Klinik“ ab sofort zur Chefsache. Ob die Auffassung von Regionalleiterin Glenz - man könne zwischen Sauberkeit und Hygiene an Helioskliniken eine Unterscheidung treffen - von Herrn Gerich so mitgetragen wird, bleibt mit Spannung zu erwarten.

Die nach dem Wallraff-Report geäußerte „Besorgnis“  von Stadtpolitikern bezeichnen wir als scheinheilig!

Diese Entwicklungen sind auch den verantwortlichen Stadtpolitikern im Detail bekannt, die zu den Betriebsversammlungen eingeladen werden und in der Regel anwesend waren.

Die anhaltende Belastung hat auch die sehr hohe Zahl von Eigenkündigungen von Pflegekräften weiter befeuert:

  • Immer häufiger keine Pause
  • Keine verlässlichen Dienstpläne
  • Keine Planung von Arbeit und Freizeit möglich
  • Anordnung von Arbeit während der Freizeit (Holen aus dem Frei)
  • Stark gestiegene Krankheitsquoten
  • Ethische und psychische Konflikte der Pflegekräfte, weil sie der Patientenversorgung nicht mehr gerecht werden können

Derzeit sind zirka 25 Prozent der Pflegebereiche der HSK nur noch durch den massiven Einsatz von ZeitarbeitnehmerInnen aufrecht zu erhalten.

Nur bessere Arbeitsbedingungen können den weiteren Personalexodus in der Pflege an der HSK in Wiesbaden stoppen!

Die Gründe für die aufgedeckten Missstände sind nicht - wie die Geschäftsführung der Helios HSK Kliniken GmbH  behauptet - vorübergehende Irritationen eines Umstrukturierungsprozesses, sondern Erfahrungen,  von denen die Beschäftigten  innerhalb des Helioskonzerns bundesweit  berichteten.

  • Extrem  niedrig  angesetzte Planzahlen in der Pflege. Internationale Studien und Empfehlungen der Fachgesellschaften werden  ignoriert.
  • Keine Ausfallskonzepte bei Krankheit.
  • Auszubildende werden hin- und  hergeschoben (Stationshopping)
  • Stationen werden mit der Verwaltung des Personalmangels alleine gelassen. Die Verantwortung hierfür wird somit durch die Geschäftsführung an die Beschäftigten abgegeben.

Die ver.di Vertrauensleute fordern noch einmal:

  • Die weitere Zersplitterung der HSK Beschäftigten in Fremdgesellschaften muss ebenso aufhören wie die Androhung betriebsbedingter Kündigungen für alle HSK/HSK-Service-Mitarbeiterinnen!
  • Profitgier auf Kosten der Versorgung der Patienten und auf dem Rücken der Beschäftigten muss endlich aufhören!

 

Die ver.di Vertrauensleute der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH

&

Saskia Jensch, ver.di Gewerkschaftssekretärin

Die Tarifverhandlungen haben am 17.09.2015 zu einer Einigung geführt

Die wichtigsten Eckpunkte:

  • Angleichung an TV-L Tabellenentgelte erreicht !
  • Einstieg in die Jahressonderzahlung
  • Schutz vor Outsourcing bleibt bestehen
  • Bonusregelung für ver.di Mitglieder

Flugblatt als PDF Datei

Zur Übersichtsseite der Tarifverhandlungen geht es hier ... weiter

2015 09 17UKMD Flugblatt Ergebnis v2 3.pdf small

Berliner Appell für eine gesetzliche Personalbemessung

 

Mit einem "Appell für eine gesetzliche Personalbemessung" haben sich
am Freitag rund 300 Betriebs- und Personalräte, Mitarbeiter- und
Auszubildendenvertreter aus Krankenhäusern in ganz Deutschland an die
Politik gewandt, um gegen die wachsende Arbeitsüberlastung der
Beschäftigten infolge des Personalmangels ...
weiter mit mehr Informationen geht es hier

2014 11 15 appellfuereinegesetzlichepersonalbemessungimkrankenhaus-small

 


Wir brauchen Dich, denn ...

... ohne DICH, läuft es nicht ...

... auf Station

... im OP

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An die Nicht-ver.dianer : Wir brauchen DICH in der ver.di !